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Ausgelöst durch den Pisaschock ist auch die vorschulische Erziehung unserer Kinder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Dies ist sicherlich sehr positiv zu sehen. Sorgen machen wir uns aber darüber, dass es als Reaktion auf die Bildungsmisere immer mehr Tendenzen gibt, die Vorschulzeit zu verschulen und das Einschulungsalter herabzusetzen! Dies ist unserer Meinung nach nicht im Sinne der Kinder, denn den Bedürfnissen der Fünf- bis Sechsjährigen wird die Pädagogik in einer engagierten, mit einer fundierten Konzeption ausgestatteten Tageseinrichtung für Kinder viel mehr gerecht als die der Grundschule! Wie wir Bildung für Vorschulkinder verstehen erläutern wir anhand des Themas Wasser!

Bildung von Anfang an... und das mit viel Spaß!
Es ist jedes Jahr dasselbe! Nach dem Zähneputzen sind die neuen Kinder kaum dazu zu bewegen, aus dem Waschraum heraus zukommen! Immer wieder wird da zum Beispiel von Max, Janina und Henri mit viel Freude der Zahnputzbecher unter dem Wasserhahn gefüllt und wieder ausgeleert, wird dem Plätschern des fließenden Wassers gelauscht! Klar, dass auch mal etwas Wasser daneben geht, aber das ist in der Regel viel weniger als man denkt!

Nun steht man als ErzieherIn vor einer wichtigen Entscheidung: Beendet man das Spiel der Kinder, weil es ja nur Quatsch machen ist? Oder sieht man es mit anderen Augen als einen Selbstbildungsprozess der Kinder an?
Die letztere Sichtweise eröffnet neue Welten! Hier werden Tastsinn, Feinmotorik, das Sehen und das Hören gefördert! Neugier und Forscherdrang der Kinder werden angeregt! Hier lernt man, wie man mit anderen zusammen an einer Sache arbeitet und bei Streitigkeiten Kompromisse findet.
Hat man den Wert, die solche alltäglichen Situationen für Kinder haben, einmal erkannt, bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte für das pädagogische Handeln der ErzieherInnen! Ein Stöpsel sorgt dafür, dass die Wassermenge begrenzt wird, Trichter, Becher, Korken und Ähnliches ermöglichen erste physikalische Experimente! Ein Gummihai und Schwimmtiere regen zu einfachen Rollenspielen an, die Kinder reden miteinander, lernen neue Begriffe kennen, entwickeln Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit!

Im Laufe ihrer Villazeit werden Max, Janina und Henri "richtige" Wasserexperimente kennen lernen. Im Villagarten werden sie stundenlang Rohre verlegen, Wassergräben und Teiche bauen und dabei immer mehr Geschick entwickeln! Sie werden einige Bachbegehungen machen, Wasser stauen und versuchen, einen Frosch zu fangen! Wie alle Kinder werden auch sie das Wunder mitverfolgen, wie aus einem Ballen Froschlaich kleine Babyfrösche werden und auch darüber reden, wie kostbar Wasser für uns Menschen ist!
Die Auflistung dessen, was die Kinder der Villa Kunterbunt im Laufe ihrer Kindergartenzeit alles zum Thema Wasser erleben, macht deutlich, dass Bildung im Kindergarten anscheinend “ganz nebenbei” geschieht und nicht in Arbeitsgruppen oder gar nach Stundenplan wie in der Schule. Die Bildungsvermittlung für Kindergartenkinder verlangt von den ErzieherInnen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kreativität und Flexibilität.

Der Bereich Wasser steht exemplarisch für viele andere Bildungsbereiche, in denen die Kinder Lernerfahrungen auf ihre eigene Art machen, spielerisch lernen können. Aber ebenso wichtig ist auch, dass die Kinder Spaß haben, denn zuallererst sind sie Kinder!

Die Möglichkeit, ihr Kindsein voll ausleben zu können ist sicherlich das Beste, was wir unseren Kindern mit auf dem Weg in ihr weiteres Leben geben können!
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