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Unser oädagogischer Ansatz
Unser Bild vom Kind
Das Bild von der ErzieherIn
Raumgestaltung, Materialangebot und Außengelände
Das Freispiel Entwerfen und Bauen
Vorschulerziehung!? Förderung der Sprache
Sozialverhalten Integrative Arbeit in der VillaKunterbunt
Zusammenarbeit mit der Grundschule
und anderen Intitutionen


Pädagogik

Unser pädagogischer Ansatz

Seitdem die Villa Kunterbunt e.V. 1989 gegründet wurde, hat sich die Arbeit mit den Kindern und Eltern kontinuierlich fortentwickelt. Neben der in der Natur einer Elterninitiative begründeten Elternmitwirkung standen aber auch immer die Teilhabe der Kinder an der Gestaltung des Gruppenalltags und die Schaffung von intensiven Erlebnissen im Vordergrund.

Ebenso hatten auch die Einführung des KiBiz zum 1. August 2008, die Diskussionen über die frühe Bildung in Deutschland („Pisa-Schock“) und die Tatsache, dass wir seit einigen Jahren integrativ arbeiten, einen Einfluss auf die Entwicklung unserer Arbeit.




Elternmitwirkung und Elternmitarbeit
In einer Elterninitiative sind die Eltern für die Verwaltung der Kindertagesstätte zuständig. Einige Entscheidungen werden mit den von den Eltern gewählten Vorstandsmitgliedern abgesprochen.

An vielen Elternabenden und der Arbeit an den vorherigen Versionen dieser Konzeption haben die Eltern und ErzieherInnen intensiv an der besonderen Pädagogik unserer Einrichtung gearbeitet. Der Rahmen für unser erzieherisches Handeln steht seitdem fest. Neue Eltern erklären sich mit unseren Grundgedanken einverstanden, wenn sie ihr Kind bei uns anmelden. Wir sind als Team offen für Anregungen und Kritik.

Die Eltern übernehmen neben der Vorstandsarbeit Dienste wie Näharbeiten oder Reparaturen. Soweit es zeitlich möglich ist bereiten die Eltern im Wechsel das Mittagessen zu. Die Elterndienste sollen Unkosten einsparen und so mehr Spielraum für die Arbeit am Kind schaffen. Mindestens ebenso wichtig ist uns aber, dass die Eltern auf diese Weise einen Einblick in den erzieherischen Alltag erhalten und die Überlegungen der ErzieherInnen gut nachvollziehen können. Das “Mit-ins-Boot-nehmen“ der Eltern wirkt sich positiv auf das Befinden der Kinder aus.


Teilhabe (Partizipation) der Kinder an Entscheidungen und der Gestaltung des Alltags

Wir sehen das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung an. Deshalb braucht das Kind im Rahmen des pädagogisch durchdachten Umfeldes möglichst viele Freiheiten, um selbst aktiv zu werden und seine individuellen Fragestellungen zu bearbeiten. Für uns bedeutet das zum Beispiel viel Zeit für das Freispiel zu lassen, den Kindern bei Gruppenbesprechungen ein Forum zu geben und uns an der Stelle zurück zu nehmen, wo Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen können.

 

Entwicklung des Sozialverhaltens
Mit der Aufnahme in unsere Kita müssen sich die Kinder in der Regel zum ersten Mal in einer großen Gruppe zurechtfinden. Uns ist es sehr wichtig, ihnen Hilfestellung im Umgang mit den anderen Kindern zu geben. Dabei ist es von grundlegender Bedeutung, dass das Kind seine Ich-Identität entwickelt. Wenn es mit zunehmendem Alter immer besser weiß, wer es ist und was es will, hat es so eine stabile Grundlage um mit den anderen Kindern und Erwachsenen zu kommunizieren.

 

Förderung der Sinne
Kinder lernen dann am besten, wenn ihre Sinne angesprochen werden. Deshalb ist es uns wichtig, den Kindern zu möglichst reichhaltigen Erfahrungen zu verhelfen. Entsprechend diesem Ziel haben wir unsere Gruppenregeln, unsere Räumlichkeiten und unser Materialangebot gestaltet. Eine große Gewichtung liegt auf dem von den ErzieherInnen begleiteten Freispiel. Bei den Ausflügen der Waldgruppe wird ein allumfassendes Lernen geradezu zelebriert.


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Unser Bild vom Kind

„Kinder sind – ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler – eifrige Forscher und Gestalter. Sie besitzen die Kunst des Forschens und sind sehr empfänglich für den Genuss, den das Erstaunen bereitet.“     
Loris Malaguzzi, 1990

Dieses Zitat des langjährigen Leiters der kommunalen Kindertagesstätten im italienischen Reggio verdeutlicht einen zentralen Gedanken unserer Konzeption: Das Kind ist kein defizitäres Wesen, dem der Erwachsene alles beibringen muss! Kinder kommen reich an Fähigkeiten auf die Welt und bilden sich in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und den anderen Menschen selbst.

 

Diese Sichtweise bedeutet natürlich nicht, dass Kinder kleine Erwachsene sind, die sich von selbst optimal entwickeln. Das Kind braucht unter anderem:

·       enge, verlässliche Beziehungen zu den Eltern, den ErzieherInnen und den anderen    Kindern

·       die Sicherheit, dass die elementaren Bedürfnisse gestillt werden

·       eine sinnanregende, zum Denken und Handeln auffordernde Umgebung

·       die Respektierung und Achtung der eigenen Persönlichkeit

·       Hilfestellungen für die Entwicklung anstelle von alleiniger Konzentration auf die Defizite des Kindes

·       Die Anerkennung seiner besonderen Fähigkeiten und Interessen

·       „Das Recht auf den heutigen Tag“ (Janusz Korczak), nämlich darauf, einfach „nur“ ein Kind im Hier und Jetzt zu sein

·       eine fantasievolle, einfühlsame und liebevolle Begleitung des Alltags durch die Erwachsenen

 

Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen!

Rabelais

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Das Bild von der ErzieherIn

Wir verstehen uns als die „Möglichmacher“, die Kinder in ihrer Neugierde und Experimentierfreude verstehen und anregen wollen. Wir lassen die Kinder forschen und nach Antworten auf ihre Fragen suchen. Das unterstützen wir durch eine gezielte Raumgestaltung und ein vielfältiges und sorgfältig ausgesuchtes Materialangebot.

Wir nehmen jedes Kind in seiner Persönlichkeit ernst und sehen uns bei dem einzelnen Kind auf „Schatzsuche statt auf Fehlerfahndung“. Als Erzieher wollen wir Berater, Mit-Entdecker und Begleiter, nicht Belehrer der Kinder sein.

Uns ist es sehr wichtig, dass der Spaß an der Arbeit mit den Kindern erhalten bleibt und der Alltag nur so viel Routine wie nötig mit sich bringt! Darum freuen wir uns über neue Impulse von Praktikantinnen oder  Eltern.

 

Wir haben den Anspruch, unsere Kompetenzen weiter zu entwickeln und die gesellschaftlichen Veränderungen in die Arbeit mit einfließen zu lassen. Aus diesem Grund nutzen wir regelmäßig Fort- und Weiterbildungen.

 

Mit den Eltern der Kinder arbeiten wir respektvoll zusammen. Uns ist der Austausch mit ihnen in Tür- und Angel-Gesprächen sowie in ausführlichen Elterngesprächen sehr wichtig. Dadurch können wir unsere Arbeit transparent machen und Vertrauen schaffen.

So bilden die Eltern als Experten für ihre Kinder und wir als erfahrene pädagogische Fachkräfte ein gemeinsames Team.


„Man muss den Kindern viele Gelegenheiten verschaffen, zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln, sehr viel mehr als dies normalerweise geschieht. ...

Und vor allem muss man ihnen dabei helfen, auf sich selbst zu vertrauen. Man muss ihnen auf dem sehr weiten Feld ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, ihrer Kommunikationsformen, ihrer Gefühle Hilfestellung geben und vor allem Achtung haben vor ihrem Erstaunen und den Fragen, die sie stellen."


Loris Malaguzzi


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Raumgestaltung, Materialangebot und Aussengelände - Der Raum als 3. Erzieher

Unsere Kindertagesstätte ist im Erdgeschoss eines über 100 Jahre alten Hauses untergebracht, das als Gastwirtschaft geplant und später lange als Lebensmittelgeschäft genutzt wurde. Im Laufe der Jahre haben wir die Räume durch individuelle Einbauten immer mehr optimiert.

Im reggianischen Sinn vom „Raum als 3. Erzieher“ haben wir für die Kinder viele Spiel- und Forschungsbereiche geschaffen, in denen sie weitestgehend selbständig agieren können.

Zu der reggianischen Überlegung vom „Raum als 3. Erzieher“ gehört auch ein durchdachtes Materialangebot. Wir möchten den Kindern so weit wie möglich solche Materialien anbieten, mit denen sie reale Erfahrungen machen können. In diesem Sinne haben wir unsere Lernwerkstatt gestaltet. Im Atelier gibt es außerdem echtes Werkzeug (das die Kinder auf Nachfrage bekommen) und viele formbare und anregende Materialien. Im Bauraum gibt es echte Bauarbeiterhelme, Arbeitswesten und Warnlampen, im Spielzimmer weitere sinnanregende Alltagsdinge und vieles mehr. Wir verzichten, bis auf wenige Ausnahmen, bewusst auf Regelspiele, da diese den Kindern keine ganzheitlichen Erfahrungen ermöglichen und solche Spiele in der Regel in der Familie gespielt werden. Bei der Auswahl unserer Bücher ist es uns wichtig, auch Themen wie Tod und Anderssein anzusprechen. Außer den üblichen Sachbilderbüchern haben wir auch für Erwachsene gedachte, reich bebilderte Bücher, in die die Kinder oft lange versinken können.


Da sich unsere Kindertagesstätte in einem Altbau inmitten eines Wohngebiets befindet, ist unser Außengelände begrenzt. Trotzdem ist es uns wichtig, dass die Kinder viele unterschiedliche Spielmöglichkeiten haben. Alte Autoreifen, Bretter und von den Waldkindern gesammelte Äste bieten den Kindern neben dem üblichen Sandspielzeug viele Möglichkeiten für Rollenspiele und die unterschiedlichsten Bauvorhaben. Nicht nur im Sommer ist unsere Wasserpumpe sehr beliebt. Wasserrohre und eine Teichfolie regen zum Bau von Leitungen und kleinen Tümpeln an.

Ebenso wie im Innern der Villa Kunterbunt ist es uns auch draußen wichtig, dass die Kinder viele Möglichkeiten zum Experimentieren und zum intensiven Spiel haben. Die älteren Kinder dürfen auch alleine draußen spielen, wobei wir auch hier ihr Spiel im Auge behalten und begleiten.

Im Sommer 2013 wurde unser Außengelände mit viel Engagement der Eltern komplett erneuert. Die naturnahe Gestaltung mit Trockensteinmauern, vielen Hölzern und einheimischen Pflanzen bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Außerdem sollen die Phantasie und Kreativität der Kinder damit noch mehr angesprochen werden.


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Das Freispiel

Eine vertraute Umgebung ist die beste Voraussetzung für ein Kind, um sich in ein Spiel vertiefen zu können, Freundschaften aufzubauen und gemeinsam mit anderen Kindern viel Spaß zu haben. 

In der Villa Kunterbunt können die Kinder die Spielbereiche, ihre Spielpartner und Spielinhalte selber wählen und gestalten. Jedes Kind hat seine individuelle Kreativität und eigene Vorlieben. Darum lassen wir die Kinder selbst entscheiden was sie tun möchten. Wir sehen uns als Begleiter der Kinder, nicht als Belehrer.

In der Villa Kunterbunt haben die Kinder den ganzen Tag freie Zeit zum Spielen! Einzige Ausnahmen sind die Gruppenbesprechungen, die Ausflüge der Waldgruppe und die Mahlzeiten. Im freien Spiel entwickelt ein Kind Ideen, entdeckt seine Fähigkeiten und nimmt auch seine Schwächen wahr. Es macht vielfältige Erfahrungen beim Experimentieren, erlernt beim kreativen Arbeiten die Kulturtechniken (wie malen und schneiden) und setzt sich in Rollenspielen mit anderen Kindern auseinander.

 

Durch das selbstbestimmte Ausleben seiner Fantasie und Kreativität und das Verwirklichen von eigenen Vorhaben wird das Kind selbständig. Es nimmt sich als eigenständige Persönlichkeit wahr und wird sicher und selbstbewusst. Das Kind orientiert sich und setzt seine Sprache in der Kommunikation mit anderen ein. Es lernt seine Emotionen wie Freude, Wut und Trauer zu äußern und sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Wir bieten unsere Hilfestellung an, um mit dem Kind zusammen Lösungen zu finden. Ab und zu setzen wir ErzieherInnen Impulse und machen Angebote, um den Kindern neue Erfahrungsmöglichkeiten zu bieten und ihr Spektrum an Ideen zu erweitern.   


Wir spielten und spielten und spielten, so dass es das reine Wunder ist, dass wir uns nicht totgespielt haben!

                                                                        Astrid Lindgren


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Entwerfen und Bauen

Das Bauen ist eine der zentralen Beschäftigungen der Kinder im Alltag einer Kindertagesstätte. Mit der Reggiopädagogik haben wir ein neues Verständnis vom Bauen bekommen und das Materialangebot umfassend verändert. Dabei legen wir einen Schwerpunkt auf authentische Materialien aus der berufliche Wirklichkeit.
...
Beobachten wir die Kinder beim engagierten Bauen, wird deutlich, wie vielfältig sie bei dieser Tätigkeit gefordert und gefördert werden.
  • Fein- und Grobmotorik
  • Logisches Denken
  • Sozialverhalten
  • Sprache
  • Ausdauer und Kreativität
  • Frustrationstoleranz
Unbewusst erfahren die Kinder beim Bauen viel über physikalische und mathematische Gegebenheiten. Sie entwickeln zum Beispiel ein Gefühl für Gleichgewicht, wenn sie herausfinden, wo man einen Stein auf ein Bauwerk setzen kann, ohne dass es zusammenfällt. Sie entdecken, dass ein Baustein, der von oben fällt, mehr Lageenergie hat als einer, der aus niedrigerer Höhe fällt. Beim Spiel mit den Bausteinwürfeln erkunden die Kinder unbewusst unser Dezimalsystem und können die so gewonnenen Erfahrungen dann später in der Schule nutzen.
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Vorschulerziehung!?


Unser Ziel ist es, unseren Kindern Zuversicht, Freude, Wissen sowie bestimmte Grundfähigkeiten und -fertigkeiten für ihren gesamten Lebensweg mit auf den Weg zu geben. Wir sehen unsere Aufgabe also nicht in erster Linie darin, den Kindern das nötige Rüstzeug für die Schule zu geben. Einzig die Förderung der deutschen Sprache ist eine Schlüsselfähigkeit, die von uns, wenn nötig, in einem besonderen Rahmen gefördert wird.

Im Kapitel „Unser Bild vom Kind“ haben wir geschrieben: “Kinder kommen reich an Fähigkeiten auf die Welt und bilden sich in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und den anderen Menschen selbst.“

Wir haben an unsere Arbeit den Anspruch, diesen Selbstbildungsprozess der Kinder vom ersten Tag an soweit zu unterstützen, dass sie später auch in der Schule gut zurecht kommen. Im Mittelpunkt steht dabei unsere Haltung dem Kind gegenüber; wir trauen ihm sehr viel zu, begleiten und unterstützen es bei seiner Weltentdeckung immer da, wo es nötig ist. ...


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Förderung der Sprache

In der Villa trifft man auf eine sprachanregende Umgebung, in der das freie Spiel der Kinder im Vordergrund steht und Mittel- und Ausgangspunkt ihrer Aktivitäten ist.

 

Das Spiel der Kinder ist für uns die elementarste Form der

Sprachförderung, denn Sprache geschieht in der aktiven Auseinandersetzung mit den anderen Kindern, den Erzieherinnen, den Eltern, Materialien und Räumen.

So vollzieht sich der Spracherwerb natürlich und ungesteuert in lebendigen alltäglichen Situationen, ist in das Gesamtkonzept integriert und beginnt schon am ersten Kindergartentag.

 

Alle Kinder lernen am besten, wenn sie einen intensiven Kontakt zu anderen Kindern haben und sich wohl fühlen

Ab dem ersten Tag wird die Integration in die Gruppe gefördert und freundschaftliche Beziehungen und Kooperationen zwischen den Kindern unterstützt. So können auch Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache erwerben, Sprache als brauchbar und wirkungsvoll in ihren alltäglichen Handlungen und in ihrer Beteiligung am Tagesablauf erleben. Oft sind es  die vielfältigen Ideen und Impulse der Kinder untereinander, die eine Sprachmotivation schaffen und jedes Kind zum Sprechen auffordern, entsprechend seines Alters und seiner Gesamtentwicklung.

Das gelingt durch                                 

·       eine sprachanregende Grundhaltung

·       Aufgreifen der Äußerungen der Kinder

·       Sprachbegleitung von Tätigkeiten im Alltag    

(z.B. beim Anziehen, beim Malen, beim Bauen, beim Mittagessen...)

·       gemeinsames Lösen von Konflikten

·       gemeinsames Aufstellen von Regeln

·       Versprachlichen von Emotionen

·       Schaffen vertrauter Situationen in kleinen Gruppen

·       Gruppenbesprechungen (zuhören und reden lassen)

·       beschriftete Fächer, Bilder, Ordner

·       Dokumentationen an den Wänden, in Ordnern

·       Bildungsbücher der Kinder

·       unterschiedliche Mediennutzung (Bücher, Laptop, Telefon...)

·       Sprechen über Wünsche, Gefühle, Erlebnisse, Begebenheiten, die auch außerhalb des unmittelbaren Tagesgeschehens liegen

·       Akzeptanz – jeden so nehmen wie er ist

·       Eingehen auf Störungen und Auffälligkeiten

·       Lauten, reimen, tönen, singen

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Sozialverhalten

Für das Miteinander-Leben, das Zurechtfinden und das Bewegen innerhalb einer Gruppe ist ein gesundes und ausgeprägtes Sozial-verhalten notwendig. Dafür benötigt ein Kind Sicherheit. So kann es neugierig seine Umwelt und Mitmenschen erkunden und kennen lernen.

Für uns ist das Schaffen einer sicheren Basis eines unserer wichtigsten Ziele, denn „ ein unsicheres Kind forscht nicht!“

    

·       Kinder, Eltern und ErzieherInnen der Villa Kunterbunt lernen innerhalb einer Gemeinschaft zu leben, in der sich alle schätzen und die unterschiedlichen Persönlich-, Fähig-, und Fertigkeiten anerkennen.

·       Die Kinder untereinander, aber auch die ErzieherInnen sind sich gegenseitig ein Vorbild. Rücksichtnahme, Toleranz und Sensibilität im Umgang miteinander ermöglichen jedem Einzelnen den Freiraum, den er benötigt, um eigene Ideen und Vorstellungen umzusetzen.

·       Wir erleben miteinander die unterschiedlichen Kulturen, Feste oder Traditionen verschiedener Nationalitäten.

·       In den regelmäßigen Gruppenbesprechungen geht es um Zuhören und Reden lassen, gegenseitiges Mitteilen und Absprachen treffen.

·       Die Kinder arbeiten gemeinsam an etwas und lassen etwas entstehen im Rahmen von Projekten oder im Alltag.

·       Einbeziehen der Kinder bei Entscheidungsfindungen, Vorhaben oder Regelabsprachen

·       Die Kinder unterstützen sich gegenseitig und helfen sich.

·       Konflikte und Streitsituationen versuchen die Kinder selbstständig zu klären und erhalten bei Bedarf Unterstützung.

·       Selbstverständliches Zusammenleben aller Kinder, ob mit oder ohne Handicap, ob 2 oder 6 Jahre alt


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Integrative Arbeit in der Villa Kunterbunt

Für unsere Kinder ist es selbstverständlich, sich selbst und andere mit ihren individuellen Eigenheiten zu akzeptieren und dadurch voneinander zu profitieren, Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu helfen. Die Kinder mit besonderem Förderbedarf, die wir seit 2008 in unsere Kita aufnehmen, lernen wie alle anderen Kinder während des gesamten Kindergartenalltages. Zusätzlich werden sie von einer pädagogischen Fachkraft in enger Zusammenarbeit mit dem Team individuell gefördert. In einem Förderplan setzen wir an den Stärken und Interessen des Kindes an, um gezielt Bereiche zu fördern. Uns ist es wichtig, dass diese Kinder die gleichen Erfahrungen machen wie andere Kinder auch.

 

Zu den Schwerpunkten der integrativen Arbeit gehören regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Hierdurch ist gewährleistet, dass Eltern und ErzieherInnen zum Wohl des Kindes eng zusammenarbeiten können.

Wir beziehen die Therapeuten in unsere Arbeit mit ein und nutzen unter anderem die Möglichkeit, in Therapiestunden zu hospitieren und Informationen auszutauschen. Dadurch können wir die individuelle Entwicklung des Kindes besser verstehen und dieses Wissen in den Villa-Alltag mit einfließen lassen.

 

Die Villa bietet eine sinnesanregende Umgebung, die ganzheitliches Lernen ermöglicht. Durch Bewegungsanlässe im Alltag und die Möglichkeit, jederzeit mit Wasser, Sand, Kleister, Fingerfarbe und anderen Materialien experimentieren zu können, werden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Beim Forschen in der Lernwerkstatt und während der Abenteuerausflüge unserer Waldgruppe erlangen alle Kinder wichtige Erkenntnisse, die ihr Denken und Handeln beeinflussen.

In diesem Rahmen und innerhalb der Kindergemeinschaft wird der individuelle Förderbedarf berücksichtigt.

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Zusammenarbeit mit der Grundschule und anderen Institutionen

Die Villa Kunterbunt gehört zum Einzugsgebiet der Goetheschule an der Josefstraße. Um den Vorschulkindern und ihren Eltern den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern, ist im Stadtteil eine Zusammenarbeit zwischen der Goetheschule und den Kindergärten in Herten-Disteln intensiviert worden. In diesem Netzwerk geht es um eine Transparenz der unterschiedlichen Arbeitsweisen von ErzieherInnen und LehrerInnen und um den Erfahrungsaustausch über die Arbeit mit den Kindern. Dazu gehört unter anderem ein gemeinsamer Elternabend für die zukünftigen Erstklässler in der Schule. Im Frühjahr hospitieren wir mit den Vorschulkindern in einer ersten Klasse, damit sie einmal eine Unterrichtsstunde miterleben können. In den letzten Jahren hat sich diese Zusammenarbeit erfolgreich erweitert. Unter anderem engagieren sich die Vorschulkinder im Schulgarten und werden eingeladen zu schulischen Veranstaltungen wie das Sommerfest oder Generalproben von Theateraufführungen.

 

Seit vielen Jahren arbeiten wir ErzieherInnen mit der Psychologischen Beratungsstelle des Kreises Recklinghausen als pädagogische Fachberatung zusammen. Eine Mitarbeiterin kommt regelmäßig zu einer „Offenen Sprechstunde“ in die Einrichtung, um Eltern in vertraulichen Gesprächen in Erziehungs- oder Familienfragen zu beraten.

 

Wenn Kinder aus der Villa Kunterbunt Förderungen durch Therapeuten erhalten, gehen wir gerne zu Hospitationen und Informationsgesprächen mit.
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